Was ist ein konfliktfreier Diamant?

- Foto aus dem Global Witness 'Buy Conflict Free' Broschüre.
Der Diamant steht für die meisten als Zeichen der Liebe für Ewigkeit und Unvergänglichkeit. Diamanten, wie alle Ressourcen, haben aber auch oftmals ein dunkle, weniger schöne Seite. Was leider nur die wenigsten wissen, was man aber bei jedem Diamantenkauf beachten sollte: Es gibt auf dem Diamantenmarkt viele „Konfliktdiamanten“. Dies sind Diamanten, die von Rebellen aus afrikanischen Bürgerkriegsländern wie Angola, Kongo und Sierra Leone gegen Waffen getauscht werden, um ihre blutigen Kämpfe fortsetzen zu können.
Der Anteil dieser „Blutdiamanten“ im weltweiten Handel wird auf knapp vier Prozent geschätzt. Sie werden in Konfliktgebieten meist illegal geschürft und verkauft. Um den Handel mit Blutdiamanten zu unterbinden, hat die UNO 2003 ein Diamanten-Zertifizierungs-System in die Welt gerufen, das den Namen “Kimberly Abkommen” trägt. Das System soll die genaue Herkunft eines Diamanten nachweisen und verbietet Diamanten, die aus Krisenregionen stammen.
Nachdem der Diamantenhandel auf Grund der Konfliktdiamanten in den letzten Jahren immer mehr unter Beschuss geraten ist, hat man sich entschlossen dem Handel mit „Blutdiamanten“ hart entgegenzutreten. Man beschloss strengere Vorgaben einzuführen: Bei jedem Kauf muss heute eine Garantie auf der Rechnung aufgeführt werden, die den Diamanten ausweist.
Außerdem wurden Verhaltensnormen festgesetzt, die den Handel mit Konfliktdiamanten unterbinden sollen. Diese Regeln und Bestimmungen sollen auch den Mitarbeitern der Händler näher gebracht werden. Jeder Händler soll ein Verzeichnis seiner Rechnungen anlegen und es werden jährliche Überprüfungen durchgeführt.
Um sicher zu gehen, dass ihr Ring nicht illegal über den Schwarzmarkt nach Deutschland kam und es sich nicht um einen Konfliktdiamanten handelt, sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass der Diamant ein staatliches Herkunftszertifikat besitzt. Jeder seriöse Händler sollte ihnen die Zertifikate, der zum Verkauf stehenden Diamanten vorlegen können.
Fragen Sie den Händler, woher seine Diamanten stammen und ob er sicherstellen kann, dass es sich nicht um Konfliktdiamanten handelt. Generell empfiehlt es sich schon bei der Juwelierauswahl auf dessen generelle Haltung und Richtlinie gegenüber Konfliktdiamanten achten. Wenn Sie mehr zum Thema „Konfliktfreie Diamanten“ erfahren wollen, finden Sie weitere Informationen auf der Seite von Global Witness.Sie können sich eine Broschüre zum Thema als pdf herunterladen unter:
www.globalwitness.org/data/files/media_library/473/en/uk_ai_gw_diamond_leafletfinal.pdf
* Das Foto für diesen Artikel stammt aus der oben genannten Global Witness Broschüre.
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