Kleine Kleidungsetikette für die Brautmutter

Je formeller die Hochzeit, desto mehr Fragen ergeben sich bezüglich der Etikette. Besonders der Mutter der Braut wird während der Feierlichkeiten einige Aufmerksamkeit zuteil, sodass auch Sie sicher viel Wert auf ihr Outfit legen. Damit Sie bei der Wahl Ihres Kleides für die Hochzeit nicht ins Fettnäpfchen treten, haben wir die wichtigsten Etikettefragen zur Kleidung der Brautmutter für Sie zusammengestellt.

Mutter der Braut und Mutter des Bräutigams

Traditionell schreibt die Etikette vor, dass die Mutter der Braut ihr Kleid zuerst kaufen sollte. Auf diese Art kann sie unaufdringlich auch für die Mutter des Bräutigams die Stilrichtung festlegen. Dies spielt heute kaum noch eine Rolle, die Brautmutter sollte die künftige Schwiegermutter jedoch informieren, sobald sie sich für ein Kleid entschieden hat, um Kleidungs-faux-pas wie einen gleichen Farbton zu vermeiden.

Dies kann entweder über die Tochter oder durch einen kurzen Anruf bei der Mutter des Bräutigams geschehen. Halten Sie diesen bewusst ungezwungen, etwa “Ich habe endlich ein passendes Kleid gefunden. Weißt du schon, was du trägst?” Schwieriger ist die Vorgehensweisen bei geschiedenen Eltern. Generell sollten Sie jedoch lediglich die Mutter des Bräutigams über Ihr Outfit informieren. Überlassen Sie es Ihrem Schwiegersohn seine Stiefmutter über Ihrer beider Kleider in Kenntnis zu setzen.

Foto: LaBelle

Die Wünsche der Braut

Die Farbwahl sollte in jedem Fall mit der Braut besprochen werden. Möglicherweise wünscht Ihre Tochter sich, dass Ihr Kleid zu denen der Brautjungfern passt. Auch was Stil, Länge und Förmlichkeit angeht, hat die Braut unter Umständen eigene Ideen. Respektieren Sie die Wünsche Ihrer Tochter, wenn Sie sich auf die Suche nach Ihrem Kleid für die Hochzeit begeben. Die Meinung der Braut hat großes Gewicht und hilft Ihnen, etwas zum Stil der Hochzeit passendes zu finden. Das Kleid muss dennoch vor allem Ihnen selbst gefallen.

Farbe und Zeitpunkt des Kleiderkaufs

Beginnen Sie so früh wie möglich mit der Suche nach Ihrem Kleid für die Hochzeit Ihrer Tochter. Sind Sie gezwungen die Shoppingtour aufzuschieben, informieren  die Braut und die Mutter des Bräutigams darüber und halten Sie sie auf dem Laufenden. Spätestens einen Monat vor der Hochzeit sollte Ihr Outfit jedoch komplett sein. Laut Etikette sind die Farbtöne Weiß, Ivory und Champagner (konkurrieren mit dem Brautkleid), Schwarz (Symbol für Trauer) und allzu leuchtende und auffallende Farben grundsätzlich zu vermeiden.

Allerdings dürfen diese Regeln nicht allzu streng gesehen werden, denn gerade auf Sommerhochzeiten eignen sich helle Farben sehr gut – und ein klassisches, schwarzes Kostüm vermittelt schließlich immer das richtige Maß an Eleganz. Deshalb: Sprechen Sie vor dem Kauf mit der Braut. Zeigt sie sich der Kleiderfrage gegenüber gleichgültig, wählen Sie aus, was Ihnen gefällt, unabhängig von den strengen Maßgaben der Etikette. Reagiert sie jedoch sensibel, greifen Sie lieber auf Farbtöne wie Silber, Lavendel, Burgunder oder Blau zurück.

Foto: Jasmine