Etikette: Hochzeitsfeier mit und ohne Kinder

- Foto: Lilly
Für die einen machen sie die Hochzeit erst perfekt, die anderen sehen in ihnen eher Aufmerksamkeit heischende Krümelmonster. Die Rede ist natürlich von den lieben Kindern. Mit ihnen steht oder fällt eine Hochzeit, je nach Charakter und Anzahl der Kinder bedeuten sie einen großen Planungsaufwand für das Brautpaar. Ab einem gewissen Alter und besonders bei großen Hochzeitsgesellschaften werden auf der Gästeliste auch immer Paare mit Kindern stehen. Letztlich ist es aber allein die Entscheidung des Brautpaares ob sie die lieben Kleinen auch zu ihrer Hochzeiten einladen möchten. Oder eben nicht. Dazu gibt die Etikette einige hilfreiche Tipps und Tricks.
Wann ist es passend eine Hochzeit ohne Kinder zu feiern?
Je formeller, eleganter und später am Abend ihre Hochzeit, umso eher ist es für Eltern nachvollziehbar wenn Sie sich eine kinderfreie Hochzeit wünschen. Eine teure Dekoration, Tische mit zerbrechlichem, kostbarem Geschirr, laute Musik und eine Feier bis zum nächsten Morgen: all das schafft eine für Kinder unfreundliche Umgebung. Wenn die Gäste aus der näheren Umgebung stammen und keine weiten Anfahrtswege haben, werden sie zudem eher bereit sein ihre Kinder bei ihrem eigenen Babysitter zu lassen oder sie zwischen Zeremonie und der eigentlichen Hochzeitsparty nach Hause zu bringen.
Wie lädt man Kinder unmissverständlich ein bzw. nicht ein?

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Wichtig ist es, schon die Umschläge eindeutig zu adressieren. Um zu zeigen ob ein Kind eingeladen ist oder nicht, sollte sein Name unter dem der Eltern stehen. Ist das Kind bereits volljährig, bekommt es eine eigene Einladung, auch wenn es noch bei den Eltern wohnt.
Um sicher zu gehen, empfiehlt es sich auch über andere Medien klar Stellung zu beziehen. Dafür eignen sich Save-the-Date Karten oder Emails, die eigene Hochzeitswebsite oder ein einfacher Anruf um noch einmal zu betonen, dass die Hochzeit kinderfreundlich gestaltet ist. Oder eben nicht. Ist während der Hochzeit eine Kinderbetreuung vorgesehen, ist ein Telefonat zudem eine unkomplizierte Variante den Eltern diesen Service anzubieten. Um ihnen die Planung zu erleichtern, sollten die Eltern in jedem Fall rechtzeitig informiert werden.
Kann man einige Kinder einladen, andere aber ausschließen?
Hier hat das Brautpaar eine klare Grenze zu ziehen. Meist bedeutet das nur die Kinder enger Familienangehöriger einzuladen, da diese für gewöhnlich wichtige Aufgaben bei der Hochzeit übernehmen. Es ist ebenfall möglich eine Altersgrenze festzulegen und zum Beispiel nur Kinder über zwölf zur Hochzeit einzuladen. Möglich ist auch die Kinder nur zur Zeremonie einzuladen und für die Party danach einen Babysitter zu engagieren.
Außerdem ist es absolut in Ordnung seine eigenen Kinder an der Hochzeit teilnehmen zu lassen, auch wenn alle anderen von der Gästeliste ausgeschlossen werden.
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Die Kinder naher Verwandter sind denen von Freunden oder bekannten vorzuziehen. Generell sollten die Kinder zwischen 3 und 7 Jahren alt sein, sind sie jünger erreichen sie vielleicht den Altar gar nicht. Ältere Mädchen können als Junior-Brautjungfern auftreten, ältere Jungen können sich vorerst zurücklehnen. Um Trauzeuge des Bräutigams zu werden, müssen sie mindestens 18 sein.
Wie fühlen sich die Kinder auf der Hochzeit wohl?
Am besten eignet sich ein separater Tisch für Kinder von sieben bis zwölf, für jüngere Kinder empfiehlt sich ein Nebenraum, den „Kids-Club“ samt Kinderbetreuung und Unterhaltung wie Brettspiele oder auch ein Film.
Auch das Menu sollte für Kinder individuell gestaltet werden, indem man zum Beispiel ein kleines Buffet kreiert. Auch Klassiker wie Spaghetti, Burger oder Hähnchenflügel werden sicher mit Begeisterung aufgenommen. Der Kindertisch sollte zudem kindgerecht gestaltet und mit einigen kleinen Überraschungen gespickt sein und zugleich durch bereitgestellte Spiel- oder Malsachen Unterhaltung bieten.
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